Pleite des Containerfinanziers P & R – Welche Anspruche können Anleger jetzt erfolgversprechend durchsetzen?

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P & R war Marktführer bei Direktinvestitionen in Seecontainer. Die Gesellschaft besteht seit 1975 und hat bislang- nach eigenen Angaben – solide gewirtschaftet. Dagegen spricht nun aber das jetzige Insolvenzverfahren. Ca. 50.000 Anleger haben etwa 3,5 Milliarden € in diese Firma des sogenannten grauen Kapitalmarktes investiert. Dies geschah in der Weise, dass die Investoren zunächst Seecontainer erwarben und diese dann an die R & P vermieteten. Diese wiederum vermieteten sie an große internationale Containerleasinggesellschaften weiter.

Die Anleger bekamen vierteljährlich Mieteinnahmen ausgezahlt. Nach fünf Jahren erfolgte ein Rückkaufangebot für die gebrauchten Container das bei etwa 60 % des Kaufpreises lag.

Nun hat das Amtsgericht München das vorläufige Insolvenzverfahren über die Vermögen der P & R Container Vertriebs- und Verwaltung GmbH, der P & R Gebrauchtcontainer Vertriebs und Verwaltung GmbH sowie der P & R Container Leasing GmbH eröffnet und die Insolvenzverwalter Michael Jaffe und Philip Heinke als vorläufige Insolvenzverwalter eingesetzt.

Nach Aussagen der vorläufigen Insolvenzverwaltung erzielt die aktuelle Containervermietung erhebliche Erträge. Diese sollen die berechtigten Ansprüche der Anleger bestmöglich ausgleichen.
Bereits im Jahr 2014 wurden Stimmen laut, dass die Einnahmen aus der Vermietung der Container geringer waren als die Mieten, welche an die Anleger ausgezahlt wurden. So wird vermutet, dass diese jährliche Unterdeckung – womöglich ein dreistelliger Millionenbetrag- aus dem Neugeschäft ausgeglichen wurde. Dies würde bedeuten, dass ein Schneeballsystem betrieben wurde. Ein Betrugssystem, bei dem Ansprüche der Altinvestoren mit den Einzahlungen der Neuinvestoren ausgeglichen werden. Dies ist natürlich betrug und wird strafrechtlich verfolgt.

Sollte sich dies im Zuge der weiteren Untersuchungen bestätigen, könnte dies Haftungsansprüche gegenüber Gründern Initiatoren und sonstigen auf das Management Einfluss nehmende Personen auslösen.

Ebenso denkbar sind Ansprüche gegenüber Vermittlern und Beratern, welche diese Anlage empfohlen haben.

Allerdings sind diese Ansprüche teilewiese vom Hauptverfahren der insolventen Gesellschaften abhängig. Letztlich geht es um die Darstellung, in welcher Höhe überhaupt ein Schaden entstanden ist. Das ist derzeit nicht abzusehen.

Dennoch kann es im Einzelfall sinnvoll sein, zu prüfen, ob und gegen wen tatsächlich Ansprüche bestehen könnten.

Wir bieten Ihnen dafür eine kostenfreie Ersteinschätzung an.

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Holger Spiegelberg
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bank und Kapitalmarktrecht

Rostock

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